Dokfest-Archiv

Das Dokfest-Archiv beinhaltet Online-Programminformationen ab dem 12. Kasseler Dokfest

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A38-Produktions-Stipendium

Die Kooperation des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes mit Werkleitz – Zentrum für Medienkunst besitzt eine langjährige Tradition und fußt auf dem beiderseitigen Interesse an der Förderung des künstlerischen Film- und Mediennachwuchses sowie an Medienprojekten, die eine inhaltliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen anregen.

Beide Partner sehen ihre Aufgabe darin, sowohl den kreativen Prozess als auch die praktische Umsetzung des Stipendienprojekts aktiv zu begleiten und zu unterstützen.

Das bis zu zweimonatige Stipendium ist dank des Engagements der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) mit bis zu 3.000 € Unterhalts- sowie max. 1.000 € Reisekosten ausgestattet.

Durch das Kennenlernen der beiden Städte Kassel und Halle, die durch die Autobahn A 38 verbunden sind, soll der Stipendiat zu einer audiovisuellen Arbeit inspiriert werden, die bei Werkleitz – Zentrum für Medienkunst in Halle produziert und mit Sachleistungen von bis zu 4.000 € unterstützt wird. (u. a. in Form von Equipment, aber auch technischer und personeller Betreuung). Das neue filmische Werk sollte auch das junge Filmpublikum ansprechen und als Arbeits- und Diskussionsgrundlage der Förderung von Medienkompetenz dienen. Für einen „verjüngten“ Blick auf das Stipendium werden sich bei der aktuellen Ausgabe des Dokfestes erstmalig drei Jugendliche aktiv in die Jury einbringen.

Abhängig vom Projektverlauf kann die fertige künstlerische Arbeit ihre Premiere während des kommenden Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes und eine weitere Präsentation im Rahmen des Werkleitz-Programms erleben.

Preisträger/innen

2011 Léo Médard: Tao m'a dit…
2010 Kara Blake: The Delian Mode
2009 Hannes Lang: Leavenworth, WA
2008 Joanna Rytel: To Think Things You Don’t Want to
2007 Anne-Kristin Jahn: Generation Model
2006 Jürgen Brügger, Jörg Haaßengier: Kopfende Haßloch
2005 Curtis Burz: VIRGINia
2004 Britt Dunse: Norden
2003 Benny Nemerofsky Ramsay: Live to tell
2002 Oliver Husain: Q
2001 Florian Thalhofer: Korsakow Syndrom

Nominierungen 2011

Massimo D’Anolfi, Martina Parenti (Il Castello), Amal Ramsis (Mamnou), Miriam Faßbender (Fremd), Elodie Pong (Contemporary), Silke Abendschein, Benjamin Schindler (Chellaponnu), Johanna Aust, Louise Berg (HEIMAT SCHWEDEN), Judith Beuth (Saida und der Schnee), Loic Malo (Le môme Tintouin), Léo Médard (Tao m'a dit…), Jacques Faton, Alpha Sadou Gano (Laar), Udita Bhargava (MindSpace), Floris Schönfeld (The QiH Act), Jacob Secher Schulsinger (Fini), Josephine Links (Wir sterben)

Jury 2011

Kara Blake
Kanadische Filmemacherin und Künstlerin mit dem Fokus auf Kurzfilmen, Musikvideos, Live Projections und Installationen; Master of Fine Arts an der Concordia Universität Montreal. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Museum of Modern Art New York, beim Telluride Festival und im Independent Film Channel präsentiert. Ihre preisgekrönte Arbeit „The Delian Mode“ über die Electronic-Music-Pionierin Delia Derbyshire wurde im Rahmen des Kasseler Dokfestes 2010 mit dem A38-Produktions-Stipendium Kassel-Halle ausgezeichnet.

Ruth Annette Schriefers
Studium der Publizistik, Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft in Münster und den USA – Examen in Mainz. Seit 1993 bei der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) in Kassel; Leiterin des Bereiches Programme, Medienkompetenz, Medienwirtschaft, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Verschiedene Lehraufträge an der Universität Kassel, Vorstandsmitglied des Vereins ‚Programmberatung für Eltern – der Flimmo‘, Mitarbeit in mehreren Medienpreis-Jurys.

Verena Schneider
Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg/Breisgau. Aufbaustudium in Europäischer Unternehmensführung in England (Abschluss: Europäischer MBA). Im Anschluss Arbeit in einer Londoner Anwaltskanzlei im Bereich Tantiemenrecht. Seit 1992 Leiterin der Rechtsabteilung und stellvertretende Direktorin bei der Medienanstalt Sachsen-Anhalt. Seit 1997 darüber hinaus Dozentin im Rundfunk-, Medien- und Urheberrecht an den Fachhochschulen Merseburg und Magdeburg. Im Jahr 2009 außerdem Tätigkeit in Sofia, Bulgarien als Resident Twinning Adviser am Kultusministerium Bulgarien.

Peter Zorn
Geboren 1967; 1990 bis 1995 Studium der Freien Kunst in der Filmklasse der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Prof. Birgit Hein. Mitbegründer und seitdem Vorstandsvorsitzender bei Werkleitz – Zentrum für Medienkunst; Leiter der Professional Media Master Class; im Leitungsgremium der Werkleitz Biennale; seit 1995 Koordinator des European Media Artists in Residence Exchange (EMARE) Programmes; lebt und arbeitet als freischaffender Filmemacher, Produzent, Kurator und Medienwissenschaftler in Werkleitz und Halle (Saale).

Jugendjury

Julian Richberg
Wurde 1992 in Fritzlar geboren und besucht dort die Ursulinen Schule. Filme faszinieren ihn seit seiner Kindheit. Sein Hobby möchte er deswegen gerne in einem Filmstudium vertiefen und künftig als Regisseur arbeiten.

Luise Henckel
17 Jahre alt, besucht die 12. Klasse der Jakob-Grimm-Schule in Kassel. Der Film ist für sie „als Medium eine einzigartige Möglichkeit, durch das Zusammenspiel von Licht, Bildern, Musik und Schnitten etwas auf die Leinwand zu bannen, das bei dem Zuschauer auf eine so einfache und dabei vielschichtige Art Gefühle auslösen kann“.

Mike Huntemann
Ist 19 Jahre und besucht die 13. Klasse des Goethe-Gymnasiums in Kassel, wo er die Film- und Fotosparte der Schülerzeitung „Umlauf“ leitet. Ihn begeistern vor allem Animationen und Musikvideos. Erfahrungen mit dem Medium Film sammelte er u. a. als Regisseur von Live-Sendungen im "Medienprojektzentrum Offener Kanal Kassel".