Goldener Schlüssel
Mit Unterstützung der Stadt Kassel wird der „Goldene Schlüssel“ zum zehnten Mal für die beste dokumentarische Nachwuchsarbeit vergeben.
Für den „Goldenen Schlüssel“, der mit 5.000 € dotiert ist, sind Filme und Videos zugelassen, deren Regisseur/innen zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Arbeit nicht älter als 35 Jahre waren. Die Auswahlkommissionen des Festivals haben aus dem Programm 14 Arbeiten für diesen Preis nominiert. Neben mehreren deutschen Produktionen finden sich darunter auch Arbeiten aus Kanada, Polen, Tschechien, Finnland, Belgien, der Schweiz, Dänemark und Frankreich. Abgesehen vom materiellen Gewinn soll der dem gleichnamigen Grimmschen Märchen entlehnte „Goldene Schlüssel“ zugleich helfen, Türen für die weitere filmische Karriere zu öffnen.
Preisträger/innen
2011 Carmen Losmann: Work Hard - Play Hard
2010 Viera Cákanyová: Alda
2009 Thomas A. Østbye: Human
2008 Mario Hirasaka: Die Ryozanpaku
2007 Jess Feast: Cowboys & Communists
2006 Sarah Vanagt: Begin Began Begun
2005 Susanne Jaeger: Vater und Feind
2004 Alexandra Gulea: Die Daumendreher (GOD PLAYS SAX; THE DEVIL VIOLIN)
2003 Sandra Jakisch: 08/15 – Leben am Rand von Köln
2002 Klaus Stern: Andreas Baader- Der Staatsfeind
Nominierungen 2011
Benjamin Kahlmeyer (Meanwhile in Mamelodi Carmen Losmann (Work Hard - Play Hard t), Aaron Yeger (A People Uncounted), Bettina Schwarzenbach (Fara ad synda - Schwimmen gehen), Bram van Paesschen (Empire of Dust), Björn Birg, Henrik Regel (Unlike U - Trainwriting in Berlin), Antje Engelmann (Eine Anleitung, um die Vergangenheit zu ändern), Ivalo Frank (ECHOES), Elinat Talvensaari (Miten marjoja poimitaan - How to Pick Berries), Hayoun Kwon (Manque de preuves), Daniel Zieliński (Takie zycie – That’s Life), Klára Tasovská (Pulnoc), Jan Buchholz (Eigenbrand), Chloé Mazlo (Deyrouth), Levin Peter (SONOR)
Jury 2011
Petra Bohnenkamp
Geboren 1954, Studium der Germanistik, Publizistik, Politik und Rechtwissenschaften in Göttingen. 1989 kam sie über Heidelberg und Stuttgart zurück an die Fulda und ist seitdem im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Kassel als Pressesprecherin tätig.
Dr. Catherine Colas
Studierte Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft an der Sorbonne, Paris. Parallel zum Studium absolvierte sie eine Schauspielausbildung und leitete danach eine Theatergruppe. Seit 1995 arbeitet sie regelmäßig für ARTE in Paris, u.a. für die Spielfilmabteilung und das Magazin Metropolis, sowie als Produktionsleiterin im Bereich Dokumentarfilm. Von 2001 bis 2006 war sie Kulturattachée in Deutschland. Seit 2007 ist sie Redakteurin für Kurz- und mittellange Filme bei ZDF/ARTE und außerdem verantwortlich für das von ZDF produzierte Magazin „KurzSchluss“.
Matthijs Wouter Knol
Geboren 1977 in den Niederlanden. Er arbeitete als freiberuflicher Journalist und als Produzent diverser Dokumentarfilme für Pieter van Huystee Film. Ab 2007 war Knol für das Internationale Dokumentarfilmfestival Amsterdam (IDFA) tätig, wo er u.a. den Co-Produktionsmarkt FORUM mitverantwortete und das Trainingsprogramm IDFAcademy leitete. Als Produzent für die Foundation Arts&Ex organisierte er zahlreiche Foto-Ausstellungen, Lesungen, Video-Installationen und Retrospektiven mit engem Bezug zum Kino. Im September 2008 wurde ihm die Programmleitung des Berlinale Talent Campus der Internationalen Filmfestspiele Berlin übertragen.
Corinna Liedtke
Realisierte als Autorin und Regisseurin zahlreiche Kurzfilme, die auf über 30 nationalen und internationalen Festivals liefen – wie beispielsweise auf den Hofer Filmtagen und dem Filmfestival Max Ophüls Preis. Die Mockumentary „Thomas, Thomas" wurde auf dem Kasseler Dokfest 2010 mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet. Sie schloss 2010 ihr Studium an der Kunsthochschule für Medien mit dem Schwerpunkt Filmregie ab. Heute absolviert sie ein Ressort-Volontariat als Fernsehfilmredakteurin beim Westdeutschen Rundfunk in dem Programmbereich Kino, Fernsehfilm, Serie.
Barbara Pichler
Geboren 1968. Studium der Theater- und Filmwissenschaft an der Universität Wien sowie MA in Film & TV Studies an der University of London/British Film Institute. Seit 1995 im Film- und Medienbereich als Kuratorin, Publizistin und Filmvermittlerin tätig. Konzeptionen für Filmreihen und Vermittlungsprogramme, Mitarbeit bei diversen Festivals und Veranstaltungen; Co-Herausgeberin der filmwissenschaftlichen Essaysammlung moving landscapes. Landschaft und Film (Wien 2006) und der Monografie James Benning (Wien 2007). Seit Juni 2008 Leiterin der Diagonale. Festival des österreichischen Films.