

Das Auf und Ab im Leben eines Restaurantbesitzers inszeniert Fatih Akin als großes, buntes, swingendes Durcheinander voller Temperamentsausbrüche. Wie sein großes Drama „Gegen die Wand“ berstet auch die Komödie „Soul Kitchen“ vor Energie. Bei den Filmfestspielen in Venedig gabe es dafür den Großen Preis der Jury und Szenenapplaus vom Publikum.
Kneipenbesitzer Zinos ist vom Pech verfolgt: Erst zieht seine Freundin Nadine für einen neuen Job nach Shanghai, dann erleidet er einen Bandscheibenvorfall. Als er in seiner Not den exzentrischen Spitzenkoch Shayn engagiert, bleiben auf einmal auch noch die ohnehin schon wenigen Stammgäste aus. Und als wäre das nicht schon genug, taucht auch noch sein leicht krimineller Bruder Illias auf und bittet ihn um Hilfe. Während Zinos noch überlegt, wie er den Laden los wird, um Nadine nach China folgen zu können, locken Musik und die ausgefallene Speisekarte immer mehr Szenepublikum an. Das „Soul Kitchen“ rockt und boomt wie nie zuvor. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.
„Soul Kitchen“ ist ein Heimatfilm der neuen Art: Die Welt ist nicht mehr so heil, und das Dorf ist ein Restaurant, der Regisseur heißt Fatih Akin und vor der Kamera versammelt er ein „Best Of“ aus seinen früheren Filmen – Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu und Birol Ünel. Es geht um Familie und Freunde, um Liebe, Vertrauen und Loyalität – und um den Kampf für die Heimat als einen Ort, den es in einer zunehmend unberechenbaren Welt zu schützen gilt.
„Ein Film, der verdammt gute Laune macht. Und das Lebensgefühl einer Szene vermittelt, die es nur hier gibt. Ein Heimatfilm. Und ein Statement von Freunden. (…) Ich habe erlebt, was ich an einem schönen Kinoabend erleben möchte. Ich habe geweint, ich habe mitgefühlt, ich war traurig, ich habe viel gelacht. Also ein großartiger Film. Vielleicht der schönste und beste Film von Fatih Akin“
(ARD Titel, Thesen Temperamente).
„Futter für die Seele. (...). Der echte Herzensbrecher des Festival ist allerdings – der deutsche Wettbewerbsbeitrag. Fatih Akin ist ja sonst eher nicht von der leichten Muse geküsst, aber sein neuer Film ist so komisch rührend, dass das Publikum in Venedig ganz aus dem Häuschen geriet. (...) Diesen komischen, sehr norddeutschen Katastrophenreigen hat Akin in seiner kracherten Art so gut inszeniert, dass es in Venedig sogar Szenenapplaus gab, was auch daran liegt, dass in dieser Seelenküche die Gags sehr auf den Punkt zubereitet werden (Süddeutsche Zeitung).
| Im Programm: |
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| Filmladen Donnerstag, 04.03.2010 um 21:15 Uhr |
| Filmladen Freitag, 05.03.2010 um 21:15 Uhr |
| Filmladen Samstag, 06.03.2010 um 21:15 Uhr |
| Filmladen Sonntag, 07.03.2010 um 17:15 Uhr |
| Filmladen Montag, 08.03.2010 um 17:15 Uhr |
| Filmladen Dienstag, 09.03.2010 um 17:15 Uhr |
| Filmladen Mittwoch, 10.03.2010 um 17:15 Uhr |
| Filmladen Montag, 15.03.2010 um 17:00 Uhr |
| Filmladen Dienstag, 16.03.2010 um 17:00 Uhr |
| Filmladen Mittwoch, 17.03.2010 um 17:00 Uhr |